Fründe finde, Liebi mache
März 28, 2007
Der Stadtmensch ist verschlossen. Oberflächliche Gespräche ja, „nächstes-wochenende-gerne-wieder“ nein. Wahrscheinlich eine Alterserscheinung. Die meisten 20er haben ihren festen Freundeskreis, mit ein paar wenigen Ausnahmen, welche man dann jeweils Sonntagmorgens schlafend mit einer Flasche in der Hand im Bus antrifft. Das hat aber auch seine Vorteile. Denn grosse Stadt = grosse Anonymität und viel Freiheit. Früher hiess es Samstags in der Stadt „Hey du warst gestern aber ziemlich betrunken. Und wie du mich vollgelabert hast… tzzz…“. Heute interessiert das kein Schwein mehr. Egal was du Samstags mit irgendwelchen Leuten redest, Sonntags kennt dich keiner mehr. Ausserdem ist die Lust an den grossen Party-Abenden etwas abgeflacht. Letzten Freitag Kino, Samstags Saufcontest mit imaginärer Freundin. Gewonnen!
Frechheit des Tages (3) – „Lärme mache“
März 28, 2007
Herr und Frau Zürcher haben offenbar ein grosses Bedürfnis, sich auf dezente Weise akustisch bemerkbar zu machen. Ob lautes reden, fluchen, lachen. Was auch immer, hauptsache laut. Sehr zum Leid der Mitbewohner, denn die dünnen Wände halten es anscheinend nicht für nötig, auch nur die kleinste Schallwelle zu verschlucken. Besonders nachts sehr angenehm, wenn die Frau über dir das Gefühl hat, sie müsse jetzt noch etwas mit ihren Stöckelschuhen in der Wohnung umhergehen. Oder den Radiowecker früh morgens auf Lautstärke zehn stellen. Oder Konflikte in einer untragbaren Lautstärke austragen. Klar, man kann nicht immer leise sein, besonders am Wochenende nach ein paar Bier sehr schwierig. Trotzdem Frechheit. Alphorn gekauft.